Weihnachtskolumne 2009 – Was uns im Grunde ausmacht, und was uns in diesen Zeiten bewegt

Selten hat es ein Jahr wie dieses gegeben. Geprägt von Veränderung und
Unbeständigkeit. Nicht ganz, zumindest haben wir unseren Bundespräsidenten
Horst Köhler behalten dürfen, einen Mann der sich zu tausenden Jugendlichen in
ein Stadion stellt, Begeisterung schafft und Freudentränen in der Öffentlichkeit
zeigt, der aber auch Tränen der Trauer vergießen kann, eben ein Mann mit Herz
und Gefühl. Behalten durften wir auch unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Nun wird der eine oder andere Denken was will er denn hier eigentlich sagen. Nun
egal welche Meinung man über Politiker hat, was uns in der heutigen Zeit einfach
gut tut ist ein wenig Beständigkeit und zumindest an der politischen Spitze haben
wir hier doch etwas Glück gehabt mit der Beständigkeit.
Die Wirtschaftskrise ist in aller Munde und man hat das Gefühl als würde das
Finanzsystem und mit ihm noch einiges mehr zerbrechen. Für mein Gefühl ist die
Krise noch zu milde ausgefallen. Wir sind nicht wirklich zu unseren Werten und
Ursprüngen zurückgekehrt, haben nicht zu uns selbst gefunden, sind schon wieder
den alten Systemen unterworfen.
Einen Vorteil hat die milde Krise allerdings doch gehabt, die Welt ist gezwungen
sich an einen Tisch zu setzen. Mag sein, da kommt erstmal nicht viel raus, aber
zumindest sitzt man erstmal gemeinsam zusammen. Und da sind wir doch schon
einen Schritt weiter gekommen.
20 Jahre nach der Wiedervereinigung, 70 Jahre nach Ausbruch des 2. Weltkrieges,
in dem Jahr in dem erstmalig ein farbiger zum US-Präsidenten gewählt wird, hat
man das Gefühl die Welt würde zumindest versuchen ein wenig zusammen zu
wachsen.
Wenn eben dieser US-Präsident dann auch noch eine private Reise nach Dresden
und zum Konzentrationslager Buchenwald unternimmt, kann man wahrlich von
einem zeitgeschichtlichen Ereignis sprechen.
Dann sitzen sich da noch ein ehemaliger inoffizieller Mitarbeiter der
Staatsicherheit und der ,den er bespitzelt hat gegenüber und reden miteinander.
Verzeihen kann man diese Bespitzelungen wohl nie, aber zumindest wird einmal
etwas aufgearbeitet.
Lehrreich war dieses Jahr in vielerlei Hinsicht. In Nachterstedt verloren durch
einen Erdrutsch an einem ehemaligen Tagebau einige Menschen ihr Leben, viele ihr
Zuhause. Auf der Autobahn 2 krachten 264 Autos ineinander. Die Erde bebt und es
gibt Überflutungen und wer ist an allem schuld, die anderen. Wenn wir nicht
endlich lernen uns Mutter Erde zu fügen und unsere Winzigkeit ihr gegenüber zu
akzeptieren könnte das unser Verderben bedeuten. Da setzen sich Politiker aller
Herren Länder an einen Tisch und schmieden Pläne die Erde zu retten. Wie
arrogant und ignorant muss man eigentlich sein, um zu glauben wir könnten das System Erde bewusst steuern, vielleicht hat die Erde einen ganz anderen Plan und
zeigt uns am Ende den Stinkefinger. Und eins ist sicher, sie wird sich am Ende einen
Dreck darum scheren die Geldstrafe von 4000 Euro zu zahlen!
Wir lieben Systeme: Computersysteme, Finanzsysteme, DVD- und Musiksysteme
usw. ,weil wir meinen sie zu beherrschen, aber beherrschen sie nicht uns? Anstatt
uns einmal mehr mit uns selbst zu beschäftigen mit den Ursprüngen unserer
Identität unseres Seins, lesen wir lieber stundenlang irgendwelche
Bedienungsanleitungen oder forschen wie wir unser Geld vermehren, unsere Arbeit
beschleunigen und in weniger Zeit, mit weniger Aufwand mehr erreichen können.
Manche Leute hetzen derart ihren Aufgaben nach, dass sie ihre Ideale vergessen, in
Gesprächen abwesend sind, man den Brummkreisel in ihren Augen sehen kann, der
sich unentwegt in ihrem Kopf dreht und sie sich einen Scheißdreck um andere Leute
kümmern. Fremdbestimmung ist ihr Problem.
Was kann Ihnen passieren wenn Sie einfach mal bei voller Fahrt aus diesem Zug
springen. Sie könnten sich den Hals brechen, vielleicht aber auch nur den Arm oder
das Bein. Möglicherweise sind Sie geschickt und ziehen sich nur eine Prellung zu.
Springen Sie doch einfach einmal (Das ist hier natürlich nur bildlich gemeint,
springen Sie mir bloß nicht aus irgendeinem Zug). Wenn Sie vielleicht schon einmal
den Film „Braveheart“ gesehen haben, erinnern Sie sich an das Ende? Ein Mann
liegt unter der Gilliutine, man will ihn damit ins System pressen, aber für ihn
zählen nur Werte, und so ruft er aus letzter Kraft noch einmal „Freiheit“ und
stirbt. Dumm meinen Sie, nein wahrlich nicht. Er ist seinen Idealen treu geblieben.
Was nun springen Sie, oder nicht? Sie sollen ja nicht gleich mit Ihrem Leben spielen.
Brechen Sie aus, bleiben Sie immer Sie selbst, Leben Sie Ihre Werte und Ideale und
vor allem kämpfen Sie dafür. Bewahren Sie Ihre Freiheit.
Vermeiden Sie andere fremd zu bestimmen. Waren sie schon einmal an einem
verkaufsoffenen Sonntag in dem allseits beliebten schwedischen Möbelhaus? Wenn
es Ihre Aufgabe ist Menschen zu führen, rate ich Ihnen diese kostenlose
Trainingsmaßnahme dringendst an. Das ist natürlich Ihre Entscheidung, ich
möchte Sie nicht fremdbestimmen. Nunden, Sie könnten dort an einem Tag am
Wochenende eine Energie spüren wie man Sie sich an einem Arbeitsplatz an einem
Wochentag nur wünschen würde. Die Luft ist voller Spannung, man spürt förmlich
die Begeisterung, sprühende Kreativität und Tatendrang, überall sind glänzende
Augen, in der Phantasie werden Aktivitäten geplant. Es werden Gespräche über
Ideen,Vorschläge und Phantasien geführt. Überall ist Energie, und das an einem
Sonntag. Aber niemand steht hier unter Zeitdruck.
Nun fragen Sie sich wie das eine Trainingsmaßnahme sein kann. Ganz einfach,
schaffen Sie ein Arbeitsumfeld in dem das alles auch an einem Wochentag möglich
ist und jeder Ihrer Mitarbeiter wird Ihnen freiwillig und mit Freude seine Energie
zur Verfügung stellen. Wie? Hören Sie zu, seien Sie aufmerksam, entwickeln Sie ein
Gespür für Bedürfnisse, schaffen Sie Freiräume und vor allem besuchen Sie
Sonntags das schwedische Möbelhaus, nicht zum einkaufen, setzen Sie sich einfach irgendwo hin und fühlen Sie es.
Wenn Sie es schaffen einen Kult um ein Produkt zu kreieren dann werden Sie
davon reich. Was für ein tolles „Produkt“ ist der Mensch, also Sie! Kreieren Sie doch
einmal einen Kult um sich selbst, das könnte der größte Gewinn Ihres Lebens sein! ,
und Sie in gewissem Sinne bereichern.
Wir leben in einer bewegten Zeit, darum ist es nun einmal Zeit zur Ruhe zu
kommen, in uns selbst Ruhe zu finden, friedliche Begegnungen zu machen, von
Herz zu Herz zu kommunizieren, andere zu berühren, mit Fremden zu reden und
schon ist etwas mehr Wärme unter uns. Genießen wir uns einmal mehr.
Beziehungen und Menschlichkeit haben einen existenziellen Wert. Wenn wir alles
verlieren ist eine einzige Beziehung das Wertvollste und füllt unser Leben mit Sinn.
Raik im Dezember 2009
Die Hauptsache, um den Kopf oben zu behalten ist,
dass man einen wirklich tiefen Grund zu Leben hat.
Brigitte Reimann
Ich wünsche allen ein wunderschönes Weihnachtsfest. Genießt die Zeit mit denen,
die Euch lieb sind.
Kommt mir gut ins nächste Jahr, denn auch in 2010 gibt es wieder Werte und
Ideale zu verteidigen.
Viele liebe Grüße
Euer Raik

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Weihnachtskolumne 2008 – Macht Glück glücklich? Gedanken über das Glücklichsein und wie man dazu kommt

In Zeiten zu denen uns allgegenwärtig von Werbefachleuten
vorgegaukelt wird, die Stärke unseres Glücklichseins hänge vorrangig
davon ab, welche Bildschirmdiagonale unser neuer Flachbildfernseher
hat, wird es Zeit sich einmal darauf zu besinnen was das Glück
eigentlich ausmacht. Nun erst einmal gibt es zwei Arten von Glück.
Das äußere Glück, welches uns davor bewahrt, dass uns ein Baum den
Schädel zertrümmert oder uns ein Geisterfahrer entgegen kommt, der
testen möchte wie viel Energie seine Karosse absorbieren kann.
Und das innere Glück, das uns eben glücklich sein lässt. Was aber lässt
uns denn da nun genau glücklich sein?
Nun streben viele von uns nach Wohlstand und Sicherheit, und
meinen damit am Ende das Glück erreicht zu haben. Leider ist dieses
Streben eines ohne Ende, denn geleitet wird es von der Gier.
Joachim Gauck sagte hierzu in einem Radiobeitrag: „Man muss sich
das so vergleichen, wie wenn die Unterhaltungsindustrie Produkte
schafft, die niemand braucht, also bestimmte Computerspiele oder
Klingeltöne. Ohne die kann die Welt wunderbar leben, aber die Gier
der Kleinen saugt den Herstellern das praktisch aus der Hand.“
Der Glaube an das Glück durch materiellen oder finanziellen Gewinn,
sei es nun durch Klingeltöne oder einen „schärfer als die Realität-
Fernseher“ (wobei ich mich frage, wie einige Leute die fernab der
Realität leben das überhaupt vergleichen wollen, zumal das
Programm doch eher an der Realität vorbeischrammt), treibt die Gier
immer wieder an das „mehr“ zu erreichen und somit nie am Ziel
anzukommen.
Kommt das wahre Glück vielleicht viel mehr aus dem Herzen? Ist es
vielleicht eine Frage der Geisteshaltung?
So heißt es: „Das Glück beruht oft nur auf dem Entschluss, glücklich zu
sein.“
Ist es nicht Glück genug nicht frieren, hungern oder dursten zu
müssen. Sind es nicht schon diese Dinge die das Leben lebenswert
machen. Ohne Frage sind alle weiteren schönen Dinge dieser Welt
angenehm, sollten sie aber vielleicht nicht unbedingt ein
Messkriterium für das Glücklichsein darstellen? Sollten wir nicht doch
soviel Achtsamkeit mit uns selbst pflegen unsere innere Zufriedenheit
nicht von diesen Dingen abhängig zu machen? Wodurch ein Mensch
glücklich wird legt nur er allein fest, ist es nicht Zeit für neue
Festlegungen? Sollte es nicht ein Glück sein, an einer Blume riechen zu
können, die Augen zu schließen und das Glück dieses Duftes auf sich
wirken zu lassen, mit allen Sinnen zu genießen, schärfer als die
Realität.
Abschließend nun noch eine Textpassage aus dem Buch „Der Seele
Heimat ist der Sinn“.
Der Pirat
Frau Meier saß im Wartezimmer ihres Arztes, als ein kleiner Junge
mit seiner Mutter hereinkam. Der Junge erregte Frau Meiers
Aufmerksamkeit, weil er über einem Auge eine schwarze
Augenklappe trug. Sie staunte darüber, wie unbekümmert er den
Verlust seines Auges hinzunehmen schien, und sah zu, wie er seiner
Mutter zu einem Stuhl in ihrer Nähe folgte.
An diesem Tag war die Arztpraxis sehr voll, und so hatte Frau Meier
Gelegenheit, sich mit der Mutter des Jungen zu unterhalten, während
dieser mit seinen Soldaten spielte. Erst saß er still da und spielte mit
den Figuren auf seiner Stuhllehne. Dann glitt er auf den Boden und
spielte dort weiter.
Nach einer Weile fragte Frau Meier den kleinen Jungen, was mit
seinem Auge passiert war. Er dachte nach und sagte dann, seine
Augenbinde lüftend: „Nichts. Mein Auge ist in Ordnung. Ich bin ein
Pirat“ Dann wandte er sich wieder seinem Spiel zu.
Frau Meier war in der Arztpraxis, weil sie durch einen Autounfall
vom Knie abwärts ein Bein verloren hatte. An diesem Tag sollte
darüber entschieden werden, ob die Wunde ausreichend verheilt war,
um eine Prothese anpassen zu können. Der Verlust eines Beines hatte
Frau Meier am Boden zerstört. So sehr sie sich auch bemühte, tapfer
zu sein, sie fühlte sich als Invalidin. Verstandesmäßig wusste sie, dass
dies ihr Leben nicht beeinträchtigen sollte, aber gefühlsmäßig war es
ihr unmöglich, diese Hürde zu nehmen. Freunde hatten ihr
vorgeschlagen, es mit der Visualisierung zu versuchen, und das hatte
sie auch getan, aber es gelang ihr einfach nicht, ein Bild
heraufzubeschwören, das sie auf Dauer emotional akzeptieren konnte.
Vor ihrem geistigen Auge sah sie sich als Krüppel. Ein anderes
lebendiges Bild und eine neue innere Identifikation wollten ihr einfach
nicht gelingen.
Das Wort „Pirat“ veränderte ihr Leben. Sofort fühlte sie sich an Bord
eines Piratenschiffes versetzt, wo sie sich breitbeinig als Long John
Silver dastehen sah, das eine Bein mit einem Holzstumpf versehen. Sie
hatte die Hände in die Hüften gestemmt und lächelte erhobenen
Hauptes und mit gestrafften Schultern in einen Sturm hinein. Die
heftigen Sturmböen ließen ihren Mantel flattern und ihr Haar nach
hinten wehen. Kalte Gischt schäumte über die Reling, während riesige
Brecher gegen das Schiff schlugen.
Es schaukelte und ächzte unter den Sturmgewalten. Doch sie stand da
– stolz und unerschrocken.
Das Bild von der Invalidin wurde plötzlich durch dieses neue Bild
ersetzt, und ihr Mut und ihre Tapferkeit kehrten zurück. Lächelnd
und dankbar blickte sie auf den kleinen Jungen, der immer noch mit
seinen Soldaten beschäftigt war.
Ein paar Minuten später wurde sie von der Arzthelferin
hineingerufen. Als sie aufstand und sich mit Hilfe ihrer Krücken
ausbalancierte , bemerkte der kleine Junge ihre Amputation. „He“, rief
er.“Was ist mit ihrem Bein los?“ Die Mutter des Jungen erstarrte vor
Peinlichkeit.
Frau Meier blickte einen Moment lang auf ihr verkürztes Bein
hinunter. Dann antwortete sie lächelnd: „Nichts Ungewöhnliches, ich
bin auch ein Pirat.“
Frau Meier hatte nicht so viel Glück mit dem äußeren Glück
(Autounfall), aber ihre freie Entscheidung über das innere Glück hat
sie doch zu einem glücklichen Menschen gemacht.
Hängt unser Glücklichsein womöglich ausschließlich vom inneren
Glück ab, über das wir selbst entscheiden?
Raik im Dezember 2008

Ich wünsche Euch glückliche Weihnachten und kommt mir gesund ins
neue Jahr.

Viele Liebe Grüße
Raik

Glück ist ein Element, das wie die Luft überall ist…

PS.: Wer den Flachbildfernseher schon gekauft hat, darf ihn trotzdem
ruhig schenken. Freude bereitet so ein Ding allemal.

Weihnachtskolumne 2007 – Warum ein Schmetterling uns weiße Weihnachten bescheren kann, und was wir damit zu tun haben!

Es ist laut Aussage einiger Wetter(Chaos)forscher durchaus nicht weit
hergeholt, dass ein einziger Flügelschlag eines Schmetterlings das Wetter, an
irgendeinem entfernten oder nahen Punkt aus Sicht des Schmetterlings, mehr
oder weniger stark beeinflusst. So können dadurch entweder Sonnenschein oder
eben weiße Weihnachten entstehen. Das Problem ist, dass der Schmetterling ja
gar nicht weiß was er mit seinem Herumgeflattere so alles anrichten kann.
Und nun kommen wir ins Spiel, denn von Zeit zu Zeit flattert jeder von uns wie
wild herum, aus den verschiedensten Gründen und wenn es nur um die
Besorgung von Weihnachtsgeschenken geht. Was uns jedoch vom Schmetterling
unterscheidet, ist dass wir denken, zu wissen was durch unser Herumgeflattere
so alles passieren kann. Meist flattern wir eher unbewusst, von Zeit zu Zeit
jedoch mit einigen Gedanken über unsere Absicht, die den Hintergrund des
Flatterns bildet. Hier bestätigt sich die wissenschaftliche Erkenntnis, dass wir
wissen was wir denken, und zusätzlich über unser Denken nachdenken können.
Nehmen wir an ,wir laufen (flattern) ausgelassen auf einer Blumenwiese
umher und scheuchen hier und da einen Schmetterling auf. Nun wissen wir,
dass das Flattern des Schmetterlings uns weiße Weihnachten bescheren kann.
Der aufgescheuchte Schmetterling jedoch denkt keinesfalls an das Wetter er ist,
um sein Leben zu schützen einfach losgeflattert ohne an die Endkonsequenz zu
denken.
Wir Menschen sind manchmal zu sehr auf die Endkonsequenz bedacht. Ja wir
beeinflussen das Wetter indem wir Schmetterlinge aufscheuchen. Was uns aber
nun wieder mit dem Schmetterling verbindet, ist dass wir ebenso wenig wie er
sagen können ob sein Flattern Sonnenschein oder weiße Weihnachten oder gar
ein Unwetter hervorrufen wird.
Das ist eben so im Leben, was immer wir tun, mag es auch so zielgerichtet wie
möglich sein, der Ausgang ist ungewiss in jeder Hinsicht.
Vielleicht macht der eine oder andere im nächsten Jahr einen Bogen um den
Schmetterling auf der Blumenwiese, aber auch das kann zu allen möglichen
Wetterereignissen führen. Vielleicht braucht die weiße Weihnacht auch einige
Flügelschläge, wer weiß das schon.
Ob Schnee oder nicht ich wünsche euch allen eine gesegnete und ruhige
Weihnachtszeit im Kreise eurer Lieben. Kommt mir gut ins nächste Jahr, ich
glaub ´s wird wieder wunderbar.
Mache Licht wo Du bist,
oder geh in die Sonne.
Raik im Dezember 2007

Weihnachtskolumne 2006 – Die Lüfte sind von Angst erfüllt …

Wieder einmal ist die Weihnachtszeit über uns gekommen. So
schnell, dass manch einer verspätet mit der Jagd nach den
Geschenken begonnen hat.
Und während wir so auf der Jagd sind, fällt uns manchmal gar
nicht auf, was um uns herum geschieht. So gibt es während der
Weihnachtszeit auch Angst unter den Menschen!
Nein nicht die Angst ein falsches Geschenk zu kaufen, ich meine
wirkliche innere Ängste, welche tief in unserem Geiste
verwurzelt sind und uns mental und emotional leiden lassen.
Spürst Du diese Ängste? Siehst Du diese Ängste? Schau Dich um,
schärfe Deine Sinne, lass Dich auf ein emotionales
zwischenmenschliches Abenteuer ein. Glaube mir die Sache ist es
wert.
Setz Dich in einen emotionalen Zug und geh auf eine mentale
Reise, während Du an der Kasse in der Schlange stehst und es
nicht weiter geht. Nutze die Zeit etwas Nächstenliebe und
Menschlichkeit zu geben. Siehst Du wie jemand neben Dir steht,
sein Körper ist erstarrt, sein Blick ist starr und er wagt es kaum
sich zu regen. Spürst Du seine Angst, siehst Du seine Angst? Und
wenn Du nun bereit bist, Dich auf seine Gefühle einzulassen,
dann kannst Du spüren wie die Lüfte von seiner Angst erfüllt
sind. Wenn Du bereit bist, kannst Du alles ausblenden und dann
sind da nur noch Du und dieser eine Mensch. Du wirst nun
spüren, wie beklemmend die vielen fremden Leute für Ihn sind,
welche ungeheure tiefe innere Angst diese Situation in Ihm
auslöst, und dann plötzlich hast Du das tiefe innere Bedürfnis,
ihm etwas geben zu wollen. Ja, dann wirst Du diesem
wildfremden Menschen etwas geben wollen. Nein keine
Geschenke, denn das mit den Ängsten ist nicht nur an
Weihnachten so. Du schenkst Ihm ein Lächeln, ein liebes Wort
oder bietest Deine Hilfe an. Und dann kehrt ganz langsam Ruhe
ein, auch in Ihm, denn er weiß da ist jemand, den er nicht kennt,
der Ihm aber auf eine ganz besondere Weise vertraut ist. Jemand
der mit einem Lächeln oder einem lieben Wort, die Angst von
seinem Geiste gelöst hat und sie ganz hoch in die Lüfte aufsteigen
lässt. Jemand der Ihm für eine bestimmte Zeit etwas emotionale
Luft gibt, jemand der ohne an sich selbst zu denken jemandem
wildfremden etwas mentale Freiheit gibt. Jemand, der seine
eigene Angst überwindet um jemand anderem Angst zu nehmen.
Das ist wahre Menschlichkeit und Nächstenliebe, die eigene
Angst überwinden um etwas mehr Wärme unter die Menschen
zu bringen. Kein Abenteuer kann abenteuerlicher sein, als gegen
die eigene Angst zu kämpfen. Schärfe Deine Sinne, Abenteuer
gibt es nicht nur an Weihnachten. Zeit für Menschlichkeit ist an
jedem Tag, zu jeder Stunde in jeder vertrauten oder fremden
Runde. Das ist unser aller größtes Abenteuer, die Ängste zu
lösen, den Geist zu befreien. Die Lüfte sind von Angst erfüllt.
Raik im Dezember 2006
Miguel de Cervantes beschreibt die Wirkung von Angst mit
folgenden Worten:

Eine der Wirkungen der Furcht ist es,
die Sinne zu verwirren und zu machen,
dass uns die Dinge anders erscheinen,
als sie sind.

Das Abschlusswort hat Albert Schweitzer:

Viel Kälte ist unter den Menschen,
weil wir es nicht wagen,
uns so herzlich zu geben,
wie wir sind.

Ich wünsche Euch ein von Liebe und Menschlichkeit erfülltes
Weihnachtsfest und ein abenteuerliches Jahr 2007.
Für alle die eine etwas andere Geschichte von mir erwartet
haben, ein Ausspruch von Ödön von Horvath: “Eigentlich bin ich
ganz anders, nur komme ich so selten dazu“.
In diesem Jahr habe ich mir die Zeit genommen, denn es war mir
wichtig.
Raik

Wie frei Du bist hängt in der Tat nur von Deiner Bereitschaft ab mit den Konsequenzen zu leben. 

Freiheit gilt auch heute noch als höchstes Gut der Menschheit. Aber wie frei sind wir heute wirklich oder was verstehen wir unter Freiheit. Geht es uns heutzutage tatsächlich darum frei von allem zu sein oder eher darum die totale Freiheit zu haben in dem wir möglichst viel Geld bekommen, um uns alles leisten zu können ohne Sorgen haben zu müssen. Wenn unsere Freiheit davon anhängt wie viel Geld uns zur Verfügung steht, dann widerspricht sich das ja schon in sich selbst. Es wäre ja dann eine Freiheit in Abhängigkeit von einer bestimmten Geldmenge. Eine abhängige Freiheit? Ich lasse das erst einmal so stehen und kehre zum Titel dieses Beitrags zurück, denn auch er enthält eine Abhängigkeit der Freiheit. Es gibt da allerdings einen entscheidenden Punkt, die enthaltene Abhängigkeit bezieht sich auf die Bereitschaft eines jeden Einzelnen mit gewissen Konsequenzen leben zu können und das ist reine Einstellungssache. Dabei wiederum handelt es sich um etwas Inneres, nicht von außen gegebenes, einen Wert den jeder für sich selbst festlegen kann. Ist unsere vermeintliche Freiheit allerdings von einer bestimmten Geldmenge oder einem gewissen Wohlstand abhängig, koppeln wir sie an einen Wert, der sich im Außen befindet, also weder unserem Körper noch unserem Geist entsprungen ist. Wer sich von etwas äußerem abhängig macht, der wird niemals frei sein, denn er wird diesem Äußeren immer nachjagen müssen, um eine Art Gefühl von vermeintlicher Freiheit überhaupt erlangen zu können. Die echte Freiheit wird auf diesem Wege nicht erreicht. Sie lebt von Dankbarkeit, Demut und Verzicht auf das Unwesentliche. Sie basiert darauf, den Blick auf das Existenzielle zu richten, zu erkennen was tatsächlich notwendig ist und auf alles andere bereitwillig zu verzichten, um ohne Abhängigkeiten, also unabhängig zu leben. Unabhängig zu leben bedeutet auch frei zu leben. Und nun folgt die hohe Kunst des frei Seins, denn wer aufmerksam gelesen hat, dem ist wohl sofort aufgefallen, dass jeder der mehr hat als notwendig ist, in Folge dessen nicht frei sein kann. Sehr gut aufgepasst, lieber Leser!!! Wer sich seine Freiheit trotz des vorhandenen MEHR als notwendig erhalten möchte, der muss den Königsweg beschreiten. Auf diesem Weg muss es erstens gelingen notwendiges von nicht notwendigem ganz klar zu trennen, es gibt dabei keine fließenden Übergänge. Die Frage ist ganz einfach, ist etwas essentiell existenziell oder nicht? Achtung es handelt sich um eine Ja-Nein-Frage, sonst wäre die Antwort darauf keine klare Entscheidung!!! Ist die Unterscheidung von notwendigem und nicht notwendigem gelungen muss im zweiten Schritt die Einsicht vorhanden sein, dass ein Leben ohne das nicht notwendige möglich ist. Wem es nun noch gelingt zumindest im Geiste auf das nicht notwendige zu verzichten, die Konsequenzen des Verzichtes zu tragen und dem notwendigen mit Dankbarkeit und Demut zu begegnen, dem sei gesagt, DU BIST VÖLLIG FREI, DENN DU BIST BEREIT MIT DEN KONSEQUENZEN DER FREIHEIT ZU LEBEN! Freiheit findet im Kopf statt, sie ist etwas Inneres, sie ist ein Gefühl und wer sie fühlt der ist bereits frei. Wer immer wieder aufs neue abwägt was er für die totale Freiheit noch so alles braucht, dem sei gesagt, ÄNDERE DEIN DENKEN, DANN ÄNDERN SICH AUCH DEINE GEFÜHLE!

Das Internet und der Intuitionsverlust

Anstatt der eignen inneren Stimme zu folgen, folgen immer mehr Menschen lieber den vielen Stimmen des Internets. Wir treffen keine eigenen Entscheidungen mehr, oder doch? Denn im Grunde befragen wir vorher nur die vielen, um am Ende doch wieder einer eigenen Intuition zu folgen und eine Entscheidung zu treffen. Was uns abhanden kommt ist jedoch die echte wahre und unbeeinflusste Intuition die von innen heraus entsteht, in unserem Bauch sozusagen. Denn wenn wir erst den vielen unser Gehör schenken, dann entscheiden wir zwar immernoch intuitiv, aber eher mit einem vollen Kopf. Es kommt in mir immer wieder das Gefühl auf als würden nur noch wenige eine Entscheidung treffen können, ohne vorher das allmächtige Internet zu befragen. In den meisten Fällen ist es wohl so, dass dies aber nur eines bewirkt, nämlich mehr Zweifel und Bedenken zu haben als zuvor. Zuviel Wissen ist eben auch nicht gut und was sich nunmal am besten verbreitet sind schlechte Informationen. Das hat das Internet mit allen anderen medialen Verbreitungsformen gemeinsam, schlechte Informationen machen einfach schneller die Runde. Dabei ist es mit den guten und mit den schlechten Informationen ganz einfach, es gibt von beiden gleich viele, nur redet niemand über die guten Dinge. Die Gesellschaft scheint sich geradezu an schlechten Informationen zu erfreuen. Und bei alle dem haben wir verlernt einem unserer wichtigsten Urinstinkte zu vertrauen, unserer Intuition. Ich als Intuitionsfanatiker weigere mich jedoch beharrlich diesem Urinstinkt zu entsagen, für mich war und ist ein gutes Gefühl eines der wichtigsten Entscheidungskriterien, egal um was es geht!

EINE ENTSCHEIDUNG IST NUR DEINE ENTSCHEIDUNG, WENN DU GANZ ALLEIN SIE GETROFFEN HAST!